Es muss nicht immer teuer sein.

Eine Hotelbesichtigung mit Ralf Nestmeyer


Wer schon einmal in Großbritannien war, weiß, dass die englischen Übernachtungspreise deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen. Für eine Nacht in einem durchschnittlichen B&B wird oft genauso viel berechnet wie für eine Nacht in einem französischen Landhotel samt Swimmingpool im Garten. Besonders teuer sind natürlich die Hotels in der Themsemetropole, wo man schon von Glück sprechen kann, wenn für eine Nacht in einem passablen Hotel weniger als 75 Euro berechnet werden. Somit herrscht ein großer Bedarf an billigen, aber guten Übernachtungsmöglichkeiten. Diese Lücke zu schließen, versuchen zum Beispiel die Betreiber des in diesem Sommer eröffnenden easyHotels und beschreiten damit eine Vorreiterrolle.


Die im minimalistischen Design eingerichteten Zimmerboxen (3 mal 3,5 Meter) bestehen aus Fieberglas und präsentieren sich in orangefarbenen Tönen. Die Zimmer des Nichtraucherhotels haben keine Fenster, aber Aircondition. Dusche und WC sind vorhanden, TV, Frühstück oder Bettenmachen während des Aufenthaltes kosten extra. Frühentschlossene können ein Zimmer ab £ 5 im Internet buchen, später steigert sich der Preis auf £ 40, die letzten Zimmer gehen dann für £ 75 weg. Hier die Adressdaten: 14 Lexham Gardens (in der Nähe der Tubestation Earl's Court), W8 5JE. www.easyHotel.com.

Als trendige Alternative zur Jugendherberge empfiehlt sich The Generator, ein Jugendhotel in absolut zentraler Lage (Tubestation Russel Square). Es trifft sich ein internationales Publikum zwischen 18 und 35. Insgesamt 837 (!) Betten stehen in Schlafräumen sowie in Doppelzimmern zur Verfügung. Die Übernachtungspreise beginnen ab £ 10 pro Person, im Doppelzimmer ab £ 23 pro Person, jeweils inklusive eines Continental Breakfast. Es gibt mehrere Gemeinschaftsräume, eine Bar und einen Internet Room. 37 Tavistock Place, WC1, Tel.: 0044/20/73887666, Fax: 0044/20/73887644. www.generatorhostels.com.

Abgesehen von London hat keine andere Stadt in England in den letzten Jahren einen größeren Wandel im Hotelgewerbe erlebt als Brighton. Jedes Jahr eröffnen neue Trend- oder Designerhotels.

Zu den letzten Neueröffnungen gehören das Seattle, ein Designhotel an der Brighton Marina (www.aliashotels.com) und das Hotel du Vin, das sich nicht nur dem Namen nach vor dem Weingott verbeugt (www.hotelduvin.com). Interessant sind auch das Brighton Wave (www.brightonwave.com), ein liebevoll geführtes B&B, dessen moderne Zimmer alle über ein schönes Bad sowie über einen LCD-Fernseher sowie DVD- und CD-Player verfügen.

Eine Vorreiterrolle spielte das immer noch schöne Pelirocco (www.hotelpelirocco.co.uk), dessen individuell gestylte Zimmer Themen aus der Rock- und Popgeschichte zitieren und alle über eine Playstation verfügen. Wer schon immer einmal mit Graffiti an den Wänden und einem Modell des Raumschiffs Enterprise als Telephon einschlafen wollte und trotzdem auf Komfort nicht verzichten will, ist hier genau richtig. Die Hotellounge besitzt Clubatmosphäre. Zentrale, aber ruhige Lage, nur unweit vom Meer entfernt.

Für alle Design-Hotels gilt: Schönheit hat ihren Preis. Wer weniger als £ 70 ausgeben will, muss sich nach Alternativen umsehen.

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